Ausgabe 4 26/27

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Ausgabe 4 26/27

Aufgebot

TorWÄRTER:

31 Daniel Mücke

FELDSPIELER:

2 Sven Hofmann, 4 Julian Ott, 5 Jonas Köhler, 7 Matteo Kolb, 8 Noah Wich, 9 Lucas Köhler, 10 Marvin Nöske, 11 David Wich, 13 Timo Frank, 16 Hannes Knüpfer, 17 Ferdinand Seifert, 18 Tim Bauer, 19 Aldin Tac, 20 Moritz Richter, 23 Pascal Vuckov, 24 Adrian Ortmann, 25 Michael Söllner, 26 Lucas Primus, 27 Paul Bienek

ES FEHLEN:

1 Jonas Lang, 6 Kevin Winter, 14 Emre Mal (alle verletzt), 21 Robin Schwabe (rotgesperrt)

FCE MÜNCHBERG - TSV Buch

Zwei Teams auf der Suche nach dem Weg zum Erfolg

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, zum nächsten Heimspiel der Landesligasaison 2026/27 begrüßt Sie der FC Eintracht Münchberg heute gegen den TSV Buch recht herzlich in der FCE-ARENA, unserer vereinseigenen FCE-Platzanlage unterm Rohrbühl. Unser besonderer Gruß gilt natürlich der Gastmannschaft aus einem Ortsteil der fränkischen Metropole Nürnberg mit ihren Anhängern: Die Gäste sind zwar aktuell in der laufenden Saison noch nicht recht in Schwung gekommen, allerdings führten wir mit ihnen in der Landesligasaison 2023/24 einen bis zum letzten Spieltag spannenden Zweikampf um den Aufstieg – mit dem glücklichen Ende für den FCE – und auf einen ähnlichen Erfolg hoffen wir auch heute nach einem hoffentlich fairen und interessanten Spiel.

Nachdem nun zehn Spieltage absolviert sind, zeichnen sich im Tabellenbild erste klare Tendenzen ab. An die Tabellenspitze hat sich mit der SpVgg Mögeldorf 2000 eine Mannschaft aus einem Ortsteil von Nürnberg gesetzt, die ihre Wurzeln bereits im Jahr 1879 als Turnverein hatte, auch zwei deutsche Meisterschaften im Fußball in den Jahren 1930 und 1932 finden sich in der Chronik, allerdings unter dem damaligen Vereinsnamen TSV Nürnberg Ost, aus diesen beiden Vereinen entstand dann im Jahr 2001 die jetzige Sportvereinigung Mögeldorf.
Dahinter hat sich mit Punktabstand, aber durchaus noch in Schlagdistanz, ein enges Verfolgerfeld gebildet, das von der bisher einzig ungeschlagenen Mannschaft vom SC 04 Schwabach sowie von der SG Quelle im TV Fürth angeführt wird, auf Augenhöhe weiterhin das Team aus Feucht mit Spielrückstand sowie die zuletzt etwas weniger erfolgreichen Mannschaften aus Buckenhofen sowie nach drei sieglosen Spielen leider inzwischen auch der FCE Münchberg, auch die SpVgg Jahn Forchheim hat sich inzwischen nach vorne gearbeitet.

Betrachtet man die Tabelle von der anderen Seite, so sind der Aufsteiger 1. FC Herzogenaurach und der FSV Erlangen–Bruck bisher noch ohne eine siegreiche Partie vom Platz gegangen, beide Teams können aktuell gerade mal einen einzigen Zähler aus 10 Partien vorweisen und belegen daher mit klarem Abstand die beiden Plätze, die den direkten Abstieg bedeuten würden. Auf den Relegationsplätzen, allerdings inzwischen mit Kontakt zum hinteren Mittelfeld, finden wir unseren heutigen Gegner TSV Buch, davor trotz eines erfolgreichen Intermezzos mit zwei Erfolgen der TSC Neuendettelsau sowie der ATSV Erlangen. Allerdings sind auch die knapp vor den Relegationsplatz liegenden Teams aktuell gefährdet, denn die Differenz des Tabellenachten 1. FC Kalchreuth auf den ersten Relegationsplatz beträgt gerade einmal vier Zähler.
Aus der Konstellation, dass es neben zwei Direktabsteigern auch drei Relegationsplätze in der Abstiegszone gibt, entsteht sicherlich im Verlauf der Saison noch ein harter Kampf gegen den Abstieg, nach dem jetzigen Zwischenstand werden sicherlich Punkte im oberen Dreißigerbereich für den direkten Klassenerhalt erforderlich sein.

Heute nun steht für die Mannschaft von Trainer Dieter Krantz die Begegnung gegen den TSV Buch auf dem Programm. Die Gäste aus Nürnberg sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Landesliga Nordost, allerdings konnte in den letzten Jahren das zwischenzeitlich hohe Niveau in Richtung Spitzenplatz nicht mehr gehalten werden, in der abgelaufenen Saison konnte der direkte Klassenerhalt bei Punktgleichheit mit dem Relegationsteilnehmer 1860 Weißenburg nur dank der besseren Tordifferenz erreicht werden. Interessant ist allerdings der Blick zurück in die Saison 2023/24, als es am letzten Spieltag zu einem Zweikampf um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Bayernliga ging. Der FCE hatte am vorletzten Spieltag auf eigenem Platz den direkten Aufstieg durch eine klare Niederlage eigentlich bereits verspielt, und die Gäste aus Nürnberg hatten die Chance, ebenfalls auf eigenem Platz die Meisterschaft zu feiern. Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse schien alles für den großen Erfolg vorbereitet, doch man hatte die Rechnung ohne den Gegner vom ASV Weisendorf gemacht, die den Platzherren eine empfindliche Niederlage zufügten und den FCE Münchberg dadurch sportlich fair zum Meistertitel und den Aufstieg in die Bayernliga verhalfen.

In der aktuellen Saison scheint sich das Schicksal der zurückliegenden Spielserie zu wiederholen, denn nach neun Begegnungen – eine Partie bleibt nachzuholen – liegt man mit sieben Zählern und einem Torverhältnis von 5:15 auf einem Relegationsplatz, der selbst bei einem Erfolg in der nachzuholenden Partie nicht verlassen werden könnte. Bisher stehen zwei Erfolge und ein Remis auf der Habenseite, siegreich war man gegen den Tabellensiebzehnten Erlangen-Bruck sowie gegen den schlecht gestarteten Tabellenfünfzehnten TSC Neuendettelsau, das Remis erzielte man gegen den Aufsteiger aus Herzogenaurach, der damit bisher den einzigen Punkt erzielen konnte. Auch das Torverhältnis verweist nicht gerade auf eine torhungrige Offensive, die bisher erzielten fünf Treffer lassen auf keinen echten Goalgetter schließen, da kein Akteur mehr als einmal getroffen hat – allerdings hat die Defensivabteilung durchaus Landesliganiveau, denn mit 15 Gegentreffern läge man durchaus im Mittelfeld.

Der FCE Münchberg, der sich bisher dank einer über die letzten Jahre gewachsenen Struktur und einem homogen besetzten Kader gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz aus Mittelfranken durchaus ebenbürtig erwiesen hat, steht in dieser Partie trotz scheinbar klarer tabellarischer Ausgangslage vor einer echten Bewährungsprobe. War bereits der verletzungsbedingte Ausfall des überragenden Torhüters Jonas Lang in der Partie gegen den souveränen Tabellenführer eine erste Zäsur in der über die letzten Jahre gewachsenen Homogenität, hat sich die sportliche Ausgangslage durch den Platzverweis des nunmehr eingesetzten Torhüters Robin Schwabe erneut verändert. Nun gilt es erst recht zu beweisen, dass die Mannschaft in der Lage ist, sich als echtes und über die Jahre zusammengewachsenes Team zu zeigen, nach der Papierform scheint dies eine einfache Aufgabe zu sein, aber es gilt erst einmal den Blick – trotz der letzten Rückschläge – nach vorne zu werfen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Trainer Dieter Krantz hat bisher trotz des erfolgreichen Saisonstarts stets betont, dass es gelte, sich angesichts der Übermacht und der spielerischen Qualitäten der Teams aus dem mittelfränkischen Raum zunächst in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren, weitere Ziele könne man danach anvisieren – diese Zielsetzung hat sich auch in den letzten Jahren bewährt. Grundsätzlich ist anzumerken, dass Mannschaften aus dem Großraum Nürnberg trotz mancher Fluktuationen einen hohen Leistungsstand aufweisen, da man auf eine Vielzahl gut ausgebildeter Nachwuchskräfte zugreifen kann. Die Krantz-Schützlinge konnten bisher gegen fast alle Spitzenteams – von Buckenhofen bis Schwabach – bisher zeigen, dass man konkurrenzfähig ist und dass man durchaus wieder um einen Spitzenplatz in der Landesliga Nordost mitspielen wolle, dies gilt es heute zu beweisen.

Mit sportlichen Grüßen
Dieter Rücker